Die Geschichte Schackenborgs

Das Schloss Schackenborg ist nicht allein die Erzählung von einem von der Bevölkerung verehrten Prinzenpaar. Sie handelt auch von elf Generationen einer Familie und Dänemarks berühmtesten Goldfund. Es ist die Geschichte eines Schlosses, gelegen an einer Grenze zwischen den Ländern und Landschaften, deren Bedeutung das gesamte Königreich umfasst.

Bevor Schackenborg zu Schackenborg wurde

Fruchtbares Ackerland und eine strategisch wichtige Lage hat den Bereich um Schackenborg schon seit der Frühgeschichte attraktiv und reich gemacht. Niemand weiß mit Sicherheit, wann es erstmals zu einer Besiedelung der Ländereien um Schackenborg gekommen ist, und durch wen es geschehen ist. Mit Sicherheit ist das Gebiet schon seit frühgeschichtlichen Zeiten bewohnt gewesen.

Wenige Kilometer von Schackenborg entfernt hat man den reichsten und sensationellsten Goldfund gemacht, als dort 1639 und 1734 zwei sehr schöne und kunstvoll gearbeitete Goldfunde aus dem 5. Jahrhundert nach Christi Geburt  entdeckt wurden. Sie legen Zeugnis ab über eine Gegend, die bereits in der germanischen Eisenzeit fruchtbar und wohlhabend gewesen ist.

Bevor Dänemark im 10. Jahrhundert christlich wurde, hat es vermutlich ein großer Hof dort gegeben, wo heute Schackenborg liegt. Und vieles deutet darauf hin, das dort um 1050, im frühen Mittelalter, eine Festungsanlage existierte. Während die frühe Geschichte Schackenborg mit Unsicherheit behaftet ist, wird die Geschichte ab dem 13. Jahrhundert schon konkreter. 1234 wird nämlich Møgeltønderhus erstmals in einer historischen  Quelle schriftlich erwähnt. Møgeltønderhus war eine Burg, die Hans Schack über 400 Jahre später von König Frederik III. erworben hat, den Ort, an dem er Schackenborg erbauen ließ.

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Møgeltønderhus und die mächtigen Bischöfe

Während des Hochmittelalters während des 13. Jahrhunderts, als Møgeltønderhus errichtet wurde,war die Kirche ein starker Machtfaktor mit einem enormen Besitz an Ländereien und großer politischer Macht. Die Kirche war in Bistümer aufgeteilt. Die Bischöfe waren zugleich Kirchenfürsten, Großgrundbesitzer und Politiker. In ihren Händen lag auch die kirchenrechtliche Strafgerichtsbarkeit.

Die Burg Møgeltønderhus war einschließlich der dazugehörigen Ländereien und Güter sowie des Dorfes Møgeltønder im Besitz des Bischofssitzes Ribe. Dass der Bischof von Ribe ausgerechnet dort einer Burg platzierte, war kein Zufall, obwohl Ribe einen ganzen Tagesritt entfernt lag. Møgeltønderhus war nämlich der südlichste Vorposten des Bischofssitzes, erbaut zur Verteidigung der Schiffsverbindung über die Wiedau nach Tønder und zur Abwehr von Feinden aus dem Süden.

Abgabenpflichtige Bauern bewirtschafteten das Land um Møgeltønderhus. Sie mussten einen jährlichen Zins zahlen, eine alljährliche Abgabe aufgrund der Nutzung der Gebäude und des Bodens, des „Festehofes“. Und sie waren dienstpflichtig, was bedeutete, dass sie für den Grundeigentümer bestimmte Arbeiten erfüllen mussten oder auf dem Gut zu dienen hatten, dem der Hof unterstand. Die „Festebauern“ mussten außerdem dem König Steuern und der Kirche den „Zehnten“ zahlen. Der Zehnte war ein Zehntel der Erträge der Bauern. Die vielen Zahlungen wurden beim Bau der Kirchen verwendet, so auch in Møgeltønder, wo die zweitgrößte dänische Dorfkirche liegt.

1200

Dem Erdboden gleichgemacht

Møgeltønderhus war eine Bastion der dänischen Krone und der Kirche im Kampf gegen die holsteinischen Grafen, der im regelmäßigen Abstand neu aufflammte. Zur Wahrung der Interessen von Krone und Bischof wurden Møgeltønderhus und die zugehörigen Ländereien um 1400 Teil des dänischen Königsreiches, eine Enklave innerhalb des Herzogtums Schleswig, die verwaltungsmäßig der königlich-dänischen Verwaltung unterstand.

Die Kämpfe mit den holsteinischen Grafen zogen Møgeltønderhus stark in Mitleidenschaft. Mindestens dreimal wurde die Burg zerstört, in den Jahren 1265, 1285 und 1434. Im Jahr 1434 waren die Zerstörungen so umfangreich, dass der Bischof von Ribe die Festung von Grund auf neu errichten lassen musste. Dazu waren Geld und Arbeitskraft erforderlich, beides mussten die Bauern in der Umgebung zur Verfügung stellen.

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Schackenborg Slot

Eine echte Mittelalterburg

Wir wissen nicht genau, wie die mittelalterliche Burg Møgeltønderhus einst ausgesehen hat. Ihr Aussehen ist wahrscheinlich im Zuge der häufigen Wiederaufbaumaßnahmen mehrfach verändert worden. Allerdings weiß man, dass Møgeltønderhus einmal eine echte Mittelalterburg gewesen ist,. Mit Turm, Verließ und Frauengemach, umgeben von einem Burggraben.

Es sind nur wenige mittelalterliche Gebäudereste von Møgeltønderhus erhalten. Deshalb stehen viele unbeantwortete Fragen im Raum. Nach leichtem Schneefall schmilzt der Schnee rasch in einem Bereich des heutigen Schackenborg-Schlosshofes. Möglicherweise befinden sich dort die Fundamente des großen Turmes der Burg Møgeltønderhus. Die Antwort liegt wie viele andere verborgen unter den Kopfsteinen vor Schloss Schackenborg.

Møgeltønderhus gelangt in den Besitz des Königs

Bis weit ins Mittelalter hinein agierten Kirche und Königsmacht Hand in Hand. Die Könige sicherten der Kirche deren umfangreichen Besitztümer. Die wechselnden Regenten und Adligen waren treibende Kraft der massiven Bauaktivitäten, die jeder Gemeinde eine eigene Kirche sicherten. Umgekehrt war die Kirche ein wichtiger Faktor innerhalb der staatlichen Verwaltung. Gegen Ende des Mittelalters verschaffte sich die Kirche in der Gesellschaft jedoch einen immer größeren Einfluss, sie wollte sich nicht der königlichen Macht unterwerfen. Auch der Adel und die Bauern empfanden die Kirche als eine Bedrohung im Wettstreit um den Grundbesitz.

Von Süden her wehte ein neuer Wind mit den Forderungen des deutschen Priesters Martin Luthers nach einer Erneuerung oder Reformation der katholischen Kirche. In Dänemark stießen die zwei kirchlichen Ausrichtungen in der sogenannten Grafenfehde in den Jahren 1534 bis 1536 aufeinander, in der sich die Anhänger der Reformation durchsetzen konnten.

Mit der Einführung der  Reformation in Dänemark endete die Ära des Mittelalters und des Katholizismus in Dänemark. Die Besitztümer der Kirche fielen dem König zu. Das galt auch für Møgeltønderhus. Hier musste der letzte Lehnsmann des Bischofs die  Burg und die dazugehörigen Ländereien dem neuen königlichen Lehnsmann, Detlef Ahlefeldt, übergeben, dem die Besitztümer als Pfand gegen Zahlung eines jährlich an den König zu zahlenden Betrag überlassen wurden.

1536

Visionäre Männer und Bauernschinder

In den folgenden rund 125 Jahren erlebte Møgeltønderhus wechselnde königliche Lehnsmänner und adelige Besitzer, auch schwankte die Größe des Besitztums.  Lehnsmänner und Eigentümer zeichnete sich durch unterschiedliche Qualität aus. Beispielsweise Detlef Ahlefeldt war reich an Initiative und sehr tüchtig. Er sorgte für eine umfangreiche Restaurierung von Møgeltønderhus, ebenfalls ließ er Deiche, u. a. den zwischen Højer und Rudbøl, erbauen. Es ist ihm zu verdanken, dass die Eindeichung der Marsch in den angrenzenden Niederungen begann. Zugleich traf er Vorkehrungen, dass den Bauern nicht zu schwere Arbeiten aufgebürdet wurden.

Ganz anders verhielt es sich mit Bendix Rantzau, der als Lehnsmann begann und später Besitzer von Møgeltønderhus wurde, als er dem König die Burg abkaufte. In seiner Zeit auf Møgeltønderhus von 1573 bis 1599 war das Leben für die Bauern sehr hart. Die Dienst- und Abgabenpflicht wurde drastisch ausgeweitet. Oft griff er zu harten Maßnahmen gegenüber aufbegehrenden Bauern. Das brachte ihm nicht ohne Grund den Ruf eines wahren Bauernschinders ein. Das führte dazu, dass die Bauern mehrfach Klage beim König einreichten. Die Schinderei nahm erst ein Ende, als König Christian IV. von Bendix Rantzau den Besitz für den Betrag von 70.000 Reichstaler zurückkaufte. So ging Møgeltønderhus zurück an die Krone und in die Hände mehrerer Lehnsmänner, die der König ausgewählt hatte. Das setzte sich bis 1661 fort, als neue dramatische Ereignisse in der dänischen Geschichte dazu führten, dass ein Kriegsheld nach Møgeltønderhus kam und die Burg in das Schloss Schackenborg verwandelte.

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Als Hans Schack Schackenborg bekam

Das Schloss Schackenborg ist 1664 auf den Fundamenten der alten Burg Møgeltønderhus erbaut worden, die dem Lehnsgrafen und Reichsfeldherren Hans Schack von König Frederik III. übertragen worden war.

Hans Schack war 1609 als Spross einer norddeutschen Adelsfamilie geboren worden. Er begann seine militärische Laufbahn schon im Alter von 13 Jahren. Im Verlauf seiner Karriere erwarb er sich großen Respekt und den Ruf eines tüchtigen Feldherrn und vor allem auch als Festungsbaumeister. Die militärstrategischen Fähigkeiten Schacks führten ihn in militärische Dienste in Schweden, Deutschland und Frankreich. In der dänischen Armee übernahm er eine Spitzenposition und wurde eine loyale Stütze des dänischen Königs. Dieser belohnte ihn im Gegenzug mit wichtigen Posten, Orden und nicht zuletzt auch umfangreichen Grundbesitz, wozu auch das Lehen Møgeltønder zählte. Schack wurde zum Generalfeldmarschall ernannt und erfreute sich im ganzen Land großer Popularität. Er war schließlich einer der mächtigsten Männer im ganzen Land. Den höchste Orden Dänemarks, der Elefantenorden, wurde ihm im Jahre 1663 verliehen. Im Jahr 1671 wurde er in den Grafenstand erhoben und wurde Mitglied des dänischen Adels.

Nach den Schwedenkriegen war Møgeltønderhus nur noch eine Ruine. Deshalb ließ Schack die meisten Bauten abreißen und errichtete das neue Schloss auf den Fundamenten der alten Burg. Eines der Gebäude, die stehen blieben, war das Frauengemach. Dort liegt heute der Südflügel des Schlosses. Hans Schack bestimmte, dass auch das Torhaus und der Burggraben erhalten blieben, wahrscheinlich vor dem Hintergrund der Kenntnisse des Feldherrn in Sachen Festungsanlagen. Hans Schack ließ Schackenborg als dreiflügeliges Herrenhaus im Barockstil erbauen, der seinerzeit vorherrschte. Ursprünglich wurde das Bauwerk aus roten Ziegelsteinen errichtet. Erst um 1750 erhielt Schackenborg sein heutiges Aussehen mit verputzten weißen Außenmauern.

Hans Schack und seine Gattin Anna Blome bezogen das Schloss im Jahre 1668, und 1671, nachdem Hans Schack in den Grafenstand erhoben worden war, erhielt es den Namen Schackenborg.  Das Paar bekam sieben Kinder, von denen zu ihrem großen Kummer aber fünf früh starben.

Die Ländereien Schackenborgs lagen ursprünglich weit verstreut. Durch Zukauf verschaffte Hans Schack sich einen geschlossenen Grundbesitz. So erwarb er 1661 das alte bischöfliche Gut bei Ballum und 1664 kamen Schloss und Grundbesitz Gram hinzu. Darüber hinaus erwarb er weitere Güter im übrigen Dänemark.

11 Generationen auf Schackenborg

Als Hans Schack 1776 verstarb, wurde er prunkvoll mit allen Ehren in der Trinitatiskirche in Kopenhagen beigesetzt. So wie es einem der größten Feldherrn Dänemarks angemessen war. Er hinterließ ein reiches Erbe in Form der Grafschaft Schackenborg und rund 2.500 Tonnen Land. Auf diesem Besitz lebten in den folgenden Jahrhunderten seine Nachkommen über viele Generationen, und sie bewirtschafteten  ihn in dieser Zeit.

Schackenborg erbte zuerst Hans Schacks Sohn Otto Didrik Schack, der ebenso wie der Vater dem Königshaus eng verbunden war. Otto Didrik verstarb jedoch bereits 1682. Seine Witwe Sophie Dorothea Schack übernahm die Verwaltung auf Schackenborg. Sie veränderte Schackenborg und ließ den Park südlich des Schlosses und des nach Mögeltondern führenden Weges anlegen.

Und so setzte sich die Geschichte auf Schackenborg fort, wobei jede Generation in Schloss und Umgebung ihren Einfluss hinterließ. Einige hinterließen größere Eindrücke als andere. Dazu zählte Hans Schack 2., der den Spitznamen Silberarm erhielt, da er im Kampf einen Arm verloren hatte und eine Prothese aus Silber trug. Seine Witwe, Anna Sophie Schack trug sich den Spitznamen „die böse Gräfin“ ein, weil sie sich ihrer unerwünschten Schwiegertochter gegenüber unglaublich hartherzig aufgeführt hatte und den Gutsbetrieb im strengen Regiment führte. Doch trotz ihres wenig schmeichelhaften Spitznamens gilt sie als eine der starken Frauenfiguren in der Geschichte Dänemarks. Als sie verstarb, war sie Eigentümerin eines der landesweit größten Grundbesitze.

Hans Schack 5. war seinerzeit einer der führenden Ägyptologen und bekannt als tüchtiger Fotograf. Er war es auch, der in den 1870er Jahren in Schackenborg anstelle der Wirtschaft mit Abgaben der dem Gut unterstehenden Bauern, Ländereien in Eigenregie bewirtschaftete, nachdem dazu die erforderlichen Flächen aufgekauft worden waren. Sein Sohn, Otto Didrik Schack 5., spielte eine wichtige Rolle in einer schwierigen Periode in der Geschichte Schackenborgs und Sønderjyllands (Nordschleswigs). Es war die Zeit, als das einstige Herzogtum Schleswig Teil einer abgelegenen preußischen Provinz im deutschen Kaiserreich war.

Otto Didrik Schack 5. zeigte großes Verständnis für die deutsche Minderheit, als Nordschleswig nach der Volksabstimmung 1920 und der neuen Grenzziehung dänisch geworden war. Auf vielen Ebenen setzte sich Otto Didrik Schack für Entspannung im von deutsch-dänischen Gegensätzen geprägten Grenzland ein. Bis zu seinem Tod 1949 wirkte er seit 1920 als hoch respektierter Amtmann von Tønder (Tondern).

Der letzte Vertreter der Familie Schack auf Schackenborg war Hans Schack 6., er war das dritte Kind und einziger Sohn Otto Didrik Schacks. Hans Schack war verheiratet mit Karin Grethe Olsen. Und da die Ehe kinderlos blieb, übertrug Hans Schack 6. im Jahre 1978 das Schloss Ihrer königlichen Hoheit Prinz Joachim, damals gerade einmal neun Jahre alt. Hans Schack verstarb im Jahr 2000 im Alter von 70 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof in Møgeltønder begraben.

1676

Die Slotsfeltscheune

In Nachbarschaft zum Schloss Schackenborg liegt das beeindruckende und schöne historische Wirtschaftsgebäude des Gutsbetriebs, die Slotsfeltscheune. Das Gebäude gehört zum Schloss und ist heute ein beliebtes Touristenziel. Es wird u. a. als Ausstellungsraum genutzt. Besucher können sich einen kurzen Film zur Restaurierung der Slotsfeltscheune, Schloss Schackenborg und der Auffindung der goldenen Hörner von Gallehus anschauen.

Die Slotsfeltscheune ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut worden, als Schackenborg einer der größten landwirtschaftlichen Betriebe Dänemarks war. Das große Gebäude wurde bis 2008 zur Lagerung von Stroh genutzt.

Die Scheune ist bautechnisch wie eine Basilika errichtet worden, das erforderte die enorme Größe der Scheune. Da man Mitte des 19. Jahrhunderts noch keine verleimten Holzträger kannte, verwendete man Plankensparren, mit hölzernen Bolzen miteinander verbundene Balken. Es war eine aus Italien stammende Technik, die bei der Konstruktion vieler berühmter Kirchen und Prachtbauten Verwendung gefunden hat. In Dänemark wurden Plankensparren nur selten verbaut, dazu zählt die Kuppel der Schlosskirche von Christiansborg, dem dänischen Parlaments- und Regierungssitz in Kopenhagen. Die Slotsfeltscheune ist die größte reetgedeckte Scheune Dänemarks.

Die Stiftungen Realdania und des Ecco-Konzerns haben die Restaurierung der Slotsfeltscheune finanziert. Es war ein umfangreiches Projekt, das sich über zwei Jahre hinzog und mit Kosten in Höhe von neun Millionen Kronen verbunden war. Realdania beteiligte sich 2015 erneut, als ein 2013 aufgetretener Sturmschaden an der Scheune behoben werden musste.

Die goldenen Hörner auf Schackenborg

Als das junge Mädchen Kirstine Svendsdatter am 27. Juni 1639 auf seinem Weg nach Møgeltønder ein vermeintlich altes Jagdhorn in der Nähe des Schlosses Schackenborg gefunden hatte, war es ihm nicht bewusst, dass es in seinen Händen den größten Goldfund der Geschichte Dänemark hielt.

95 Jahre später, am 21. April 1734, fand der Kleinbauer Erik Lassen das zweite goldene Horn auf dem selben Feld. Die Hörner stammten aus der germanischen Eisenzeit, aus dem 5. Jahrhundert nach Christi Geburt. Beide waren sehr ansehnlich und kunstvoll mit Motiven verziert – Menschen, Tieren und Fabelwesen.

Die große Menge Gold führte den armen Goldschmied und Uhrmacher Niels Heidenreich in Versuchung. Am 6. Mai 1802 stahl er die goldenen Hörner aus der königlichen Kunstkammer in Kopenhagen. Es gelang ihm vor seiner Ergreifung, sie einzuschmelzen. Erst ein Jahr nach dem Verbrechen war der Dieb festgenommen worden.

Von den goldenen Hörnern sind mehrfach Kopien angefertigt worden. Die erste Kopie aus dem 19. Jahrhundert wurde 2007 gestohlen, als das Nationalmuseum in Kopenhagen diese an das Museum „Kongernes Jelling“ in Jelling ausgeliehen hatte. Die Diebe dachten, sie hätten Hörner aus echtem Gold erbeutet. Sie waren in Wirklichkeit aus vergoldetem Silber.

Die Hörner wurden wiedergefunden und werden im Nationalmuseum ausgestellt

In einem der beeindruckendsten Räume Schackenborgs, dem roten Zimmer, hängt ein Gemälde, das Prinz Joachim mit den goldenen Hörnern zeigt.

Die selbe Reproduktion befindet sich im Winterspeisesaal des Schlosses, wo man sie bei Führungen durch das Schloss in Augenschein nehmen kann.

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