Die Verbindung zwischen Schackenborg und dem Königshaus reicht weit zurück – tatsächlich bis in eine Zeit, bevor Schackenborg überhaupt existierte. Damals war das Gebiet rund um das damalige Møgeltønderhus ein königliches Lehen, und das Band zwischen dem Geschlecht der Schacks und dem Königshaus zog sich über Jahrhunderte hinweg.
Es war daher kein Zufall, dass Schackenborg ans Königshaus zurückkehrte. Der letzte Schack auf Schackenborg, Lehngraf Hans Schack VI. und seine Frau, Gräfin Karin, waren kinderlos und beschlossen, das Schloss und die Ländereien an Prinz Joachim zu übertragen. Die Entscheidung wurde 1978 besiegelt, als Prinz Joachim gerade einmal 9 Jahre alt war.
Bereits in seiner Kindheit und Jugend verbrachte Prinz Joachim viele Stunden auf Schackenborg. Hier lernte er die Räume, Winkel, Ländereien und Geschichten des Schlosses kennen – ein Wissen, das seither zu einem zentralen Bestandteil der Vermittlung der Geschichte des Ortes geworden ist.
Eine lebendige Verantwortung
1993 wurde Prinz Joachim fester Bewohner auf Schackenborg. Zuvor hatte er eine Ausbildung zum Landwirt und Agrarökonom absolviert und war damit bereit, die zum Schloss gehörende Landwirtschaft zu übernehmen, zu führen und weiterzuentwickeln.
Mit großer Energie und Ideenreichtum initiierte der Prinz eine Reihe innovativer Projekte – darunter De Fem Gaarde, Fleischproduktion, den Anbau von Rohstoffen höchster Qualität und die Produktion von Weihnachtsbäumen. Projekte, die sowohl die Geschichte und die Region respektierten als auch in die Zukunft wiesen.
Eine behutsame Instandsetzung
Obwohl Schackenborg ein kulturhistorisches Juwel ist, hatte der Zahn der Zeit einen umfangreichen Sanierungsbedarf geschaffen. Anlässlich der Hochzeit zwischen Prinz Joachim und Prinzessin Alexandra im Jahr 1995 erhielt das Paar ein Volksgeschenk, das für eine grundlegende Instandsetzung von Schackenborg Slot zweckgebunden wurde – insbesondere des äußeren Erscheinungsbildes des Schlosses.
Das erste große Projekt war von einem historischen Türstück inspiriert, dass die Anlage um 1760 zeigt. Hier präsentierte sich das Schloss mit zwei rechtwinkligen Achsen in einem barocken Gesamtkonzept, das durch die Restaurierung wieder sichtbar gemacht wurde. Die Arbeiten umfassten unter anderem die Parkanlage, die Südbrücke beim Torhaus und eine neue Brücke bei der Zufahrt von Osten.
Auch die Fassaden, Dächer, Schornsteine, Dachgauben und das alte Torhaus des Schlosses wurden umfassend restauriert – alles mit Respekt vor dem ursprünglichen Erscheinungsbild und der Geschichte des Gebäudes.
Der Südflügel des Schlosses ist heute als Privatresidenz der königlichen Familie eingerichtet. Daher kann man bei einem Besuch auf Schackenborg erleben, dass das Schloss noch immer ein lebendiges Zuhause ist.